Unglaublich. Die erste große deutsche Investementbank, die den Löffel abgibt. Mit 35 Mrd. € kam der deutsche Staat der Münchener Bank zur Hilfe und verhinderte einen Kollaps. Das sich deutsche Banken heftig verspekuliert haben während der Finanzkrise war nicht neu, doch das die US-Immobilienkrise selbst eine gesamte ausländische Bank zu Fall bringen würde, hat mich echt geschockt. Lehman Brothers und Bear Stearns befanden sich immerhin direkt im Epizentrum aller Epizentren und sind an ihrem eigenen Markt zu Grunde gegangen. Nachdem die IKB und die britische Northern Rock bereits sang- und klanglos untergegangen sind, folgt nun also eine weiterer Tiefpunkt bei den EU-Banken. Hoffentlich hat das Ganze bald ein Ende. Zum Schluss fällt gar noch unsere Sparkasse wegen ein paar faulen Krediten um…
Beiträge vom September 2008
Hypo Real Estate gerettet mit 35 Mrd. € Steuergeldern
September 29, 2008 · Kommentar schreiben
Kategorien: Breaking News
Mit Tag(s) versehen: Finanzkrise, Hypo Real Estate, US-Immobilienkrise
„Anna und die Liebe“ vor dem Aus
September 29, 2008 · 1 Kommentar
Ein einzelner Artikel zum misslungenen Fernsehstart der Sat.1-Telenovela „Anna und die Liebe“ reichte aus, um eine dutzend User in den Blog zu locken. Und um die Millionen von Fans deutschlandweit zu beruhigen: Der Berliner Blätterwald prophezeit ein baldiges Ende des Schmalz-Overkills. Laut einem Artikel der BZ steht eine Absetzung bereits bei Sat.1 zur Debatte – damit ist auch der gefühlte 500. Anlauf zur Etablierung eines erfolgreichen Vorabends gescheitert. Warten wir also auf den neuen Stoff, mit dem der Berliner Sender dieses Endlos-Drama fortsetzen will. Eine Reality-Soap würde sich doch glatt anbieten.
Kategorien: Breaking News · Schwerpunkt Berlin
Mit Tag(s) versehen: Anna und die Liebe, Flop, Sat1, Telenovela
Berlin-Marathon: Rekorde über Rekorde
September 28, 2008 · Kommentar schreiben
Ganz unbekümmert hab ich heute zum Mittag durch das Fernsehprogramm gezappt und bin tatsächlich im Ersten hängen geblieben – dort lief tatsächlich live der Berlin-Marathon. Gehypt zum Sportevent, gepusht und irgendwie auch faszinierend. Zwar ist der Lauf nicht erst seit gestern in aller Munde Ende September, doch ich war echt erstaunt. Was ist nur aus dem beinahe gemütlichen, wenig beachteten Lauf durch die Stadt geworden? Das ist einige Jahre her und dieses Jahr waren 50,000 Läufer am Start – von denen knapp 40,000 auch im Ziel ankamen. Einen Weltrekord gab es übrigens auch zu vermelden, so am Rand. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass das jetzt einer der 5. wichtigsten Läufe der Welt sein soll. Ich sollte mir den September 2009 vielleicht auch mal anstreichen. Man kann ja mal mitjubeln.
Kategorien: Breaking News · Schwerpunkt Berlin · Schwerpunkt Film
Mit Tag(s) versehen: Marathon, Rekord
Stress – namens Schule
September 28, 2008 · Kommentar schreiben
Gott, drei Wochen kein Eintrag, obwohl es doch so viel zu analysieren gibt. Die Schule geht aber vor und da ich mich mitten in der Abi-Phase befinde, sollte doch möglichst kein Ausrutscher passieren – wir wollen doch schließlich noch mit 1,0 bestehen.
Nein, aber ganz ehrlich: Ich habe nur 8 Fächer, aber die schlauchen mich wie die 12 aus der 11. Klasse. Grausam. Dank tollem Zeitmanagment konnte ich mir den Sonntag aber freischaufeln und so reicht es auch für einen kleinen Eintrag. Über Sarah Palin muss wohl nichts mehr gesagt werden, auch über das vorgestrige TV-Duell nicht. Die Bayern-Wahl ist interessant – wobei die einseitige CSU-Klatsche der Medien schlicht lächerlich ist. Die Genüsslichkeit, mit der der (durchaus verdiente) Einbruch breitgetreten wird, ist beinahe abartig. Doch was solls – eine Koalition aus FDP und CSU (Wahrscheinlichkeit 99,9%) könnte minimal frischen Schwung in den Freistaat bringen. Oder auch nicht. Ja, eigentlich bleibt doch eh alles wie es war. Nur eben nicht mehr absolut mehrheitlich. Warum also so ein großer Auftstand?
Und um gleich wieder ein bisschen Kultur zu vermitteln: Im Kino sind diesen Donnerstag zwei ganz große Blockbuster angelaufen: Die Pixar-Produktion „Wall-E“ mit simpel grandioser Story und atemberaubender Animation sowie das RAF-Epos „Der Baader Meinhof Komplex“. „BMK“ wollte ich eigentlich heute sehen, doch irgendwie wurde das dann doch gestrichen bei dem schönen Wetter in der Hauptstadt. Hits sollten hier in Deutschland übrigens beide Filme werden. Nach wochenlanger Flaute (und höchstems den tollen Mamma Mia-Erfolg) sind die Kinos endlich wieder einigermaßen voll. Dabei schneidet „Wall-E“ mit zu erwartenen 550,000-750,000 Besuchern am Startwochenende deutlich schlechter ab als sein Pixar-Vorgänger „Ratatouille“, der anno 2007 weit über eine Million am Wochenende anlockte.
Furios dagegen der RAF-Film, der mit einer halben Million am Wochenende und einer sehr, sehr langen Laufzeit rechnen könnte. Die 20 Mio. €-Produktion hat solche Zahlen aber auch nötig, dennoch ist dies der beste Start eines deutschen Films seit langem. Der stargespickte Spektakel vom ebenso ruhmvollen Blockbusterproduzenten Bernd Eichinger wird also erfolgreich in das Jahrbuch eingehen – dann können wir beruhigt sein und Mitte Februar 2009 den Academy Award entgegen nehmen. Tolle Sache.
Kategorien: Breaking News · Schwerpunkt Film
Mit Tag(s) versehen: Baader Meinhof-Komplex, Bayern-Wahl, Sarah Palin, Schule, US-Wahl, Wall-E
Diese verfluchten „Mamma Mia“-Songs
September 8, 2008 · 1 Kommentar
Ich bin kein großer Abba-Fan. Klar, Jahrgang 1991 – damit hab ich mit dieser 70er-Ausnahmeband wenig am Hut. Trotzdem hab ich die Abba-Songs von Zeit zu Zeit ganz gern gehört. Doch der völlig überraschende, gigantische Kinoerfolg von „Mamma Mia“ lockte nicht nur mich ins Kino, sondern brachte den Soundtrack dieses Motion Pictures auch gleich in Chartregionen. Nicht nur die Oldies hören allerdings die Abba-Songs – selbst bei uns Jugendlichen sind die immerhin 17 Songs des Films ungemein beliebt. Grund? Mit den originalen Abba-Balladen hat „Mamma Mia“ nicht mehr viel zu tun. Da wurde geremixt, was das Zeug hält, ein kompletter technischer Upmix vollzogen und ein rockiger Beat untergemischt. So klingt Abba also im 21. Jahrhundert. Alle Songs hören sich eher nach urbanen Brit-Pop an und sind fast alle ausnahmslos Crowdstopper. Anhören oder gleich ab ins Kino!
Apropros Kino: Belächelt wurde „Mamma Mia“ zuvor als reiner Frauen-Oldiefilm. Zuvor enttäuschte bereits „Sex and the City“ mit zwar guten, aber angesichts der Popularität der Fernsehserie auch wieder nur durchwachsenen 2,5 Mio. Besuchern. Wie sollte also Abba mehr Leute ins Kino locken? Nachdem „Sex and the City“ mit etwa 650,000 Besuchern gestartet ist, gab sich der Meryl Streep-Film mit 540,000 innerhalb von 4 Tagen frieden. Doch der Hype ist nach nunmehr 8 Wochen immer noch nicht ganz abgeklungen, sodass jede Woche erneut hübsche Summen hinzukommen. Allein in der 8. Wochen wiederum 145,000 – ein ordentliches Plus zur Vorwoche. „Unsere Erde“ ist mit 3,7 Mio. Besuchern nun zum Greifen nahe, selbst „Hancock“ liegt mit ca. 3,9 Mio. Besuchern immer noch in Reichweite. Und dann? … Wäre „Mamma Mia“ der erfolgreichste Film 2008. 3,4 Mio. Besucher hat der Film bisher gezählt.
Kategorien: Breaking News · Schwerpunkt Film
Mit Tag(s) versehen: Abba, Mamma Mia
Politsuperstar Angie hautnah
September 6, 2008 · Kommentar schreiben
Na da hat die WELT sich die Story des Monats geangelt: 4 Tage im Leben von Angela Merkel. Selten war ein(e) Bundeskanzler(in) derart populär – die Reportage unterstreicht dies einigermaßen gefällig und liest sich angenehm süffig. Dazu ein paar Bilder zum Werdegang, ein paar interessante Anekdoten – fertig ist der Knaller.
Eine kurze stichprobe an meinem Berliner Gymnasium ergab ebenfalls: Während Gerhard Schröder kaum beachtet wurde und im Rückblick wenig Begeisterungsstürme ernten konnte, gibt es für „Angie“ fast nur wohlwollende Worte. Selbst wenig politikbegeisterte Mitschüler haben zumindest ein positives Gesamtbild von ihr – na das hat in den letzten Jahrzehnten wohl kaum jemand geschafft.
Kategorien: Breaking News · Schwerpunkt Berlin
Mit Tag(s) versehen: Angela Merkel, Welt
Kleiner „Google Chrome“-Test
September 3, 2008 · Kommentar schreiben
So, nun ist der neue Google-Browser „Google Chrome“ für jedermann erhältlich. Hält er, was er verspricht? Zumindest für mich als ziemlichen Laien: Eindeutig ja. Der Seitenaufbau geht mit Chrome wesentlich schneller, selbst komplexe Websiten mit diversen Java-Anwendungen stottern nicht mehr, sondern werden einwandfrei in einem Augenblick angezeigt. Der Explorer hat vor allem bei mir bei Seiten wie der Variety versagt.
Doch Chrome ist nicht nur schneller, er ist auch komfortabler. Das Design ist geradezu lachhaft einfach, die Gestaltung alles in allem minimalistisch. Doch das ist gut, denn Surfen im Internet muss schnell und unkompliziert sein – da stören nur dutzende von Befehlen, die der Explorer noch integriert hatte.
Besonders positiv vielen mir auch die Tabs auf. Die Seiten, die man besonders häufig besucht, werden hier mit einem kleinen Screenshot angezeigt – praktisch und nützlich zugleich. Darüber ist ein Platz für die altbekannten Favoriten eingerichtet.
Google Chrome passt sich dem modernen Zeitgeist an. Internet ist nicht mehr dazu da, dass man für ein paar Informationen 2 Stunden relaxt recherchiert. Man möchte möglichst schnell und unkompliziert über die Datenhighways browsen – Chrome bietet all das. Minimalistisch und auf den ersten Blick nur mit den nötigsten Funktionen ausgestattet. Doch die ganzen anderen Raffinessen kommen trotzdem nicht zu kurz und können alle ergänzt werden.
Mit Chrome dürfte sich der Google-Einfluss schlagartig noch einmal vergrößern. Für Laien ist die nur 0,5 MB große Datei ein Quantensprung zum Explorer – hier werden wohl in den kommenden Tagen einige Prozente bröckeln und den Branchenprimus langsam in die Realität zurück holen. Der angekündigte Explorer 8 wird da schlechte Karten haben – bereits in den ersten Stunden wurde Chrome millionenfach heruntergeladen. Die Werbung im Google-Imperium selbst sollte helfen, den neuen kleinen Browser innerhalb kürzester Zeit zu etablieren.
Kategorien: Breaking News
Mit Tag(s) versehen: Google, Google Chrome
„Google Chrome“ mischt den Browser-Markt auf
September 2, 2008 · Kommentar schreiben
Es war absehbar und dennoch zum gestrigen Zeitpunkt überraschend: Zufälligerweise verschickte das Google-Team bereits einen Comic an den hauseigenen Blog, obwohl die Nachricht von „Google Chrome“ noch gar nicht an die Öffentlichkeit sollte. Ein technischer Defekt. Natürlich. Und dann auch noch bei Google.
„Chrome“ jedenfalls wird ein radikaler Angriff auf den Browser-Markt sein. Die Zeiten, an denen Firefox und Safari am Primus Explorer von Microsoft knabberten, scheinen vorbei. Google verspricht im „Chrome Comic“ den besten Browser aller Zeiten zu liefern, perfektioniert auf den heutigen Bedarf. Gespickt mit süffisanten Seitenhieben auf Microsoft gibt man sich zumindest im Comic siegessicher – und die Zeichen stehen auf Erfolg. Wie ein Countdown wird der Release gehandhabt, in wenigen Stunden soll „Chrome“ heute am Dienstagabend erhältlich sein. Downloadbar natürlich bei Google. Wir sind gespannt. :-D
Kategorien: Breaking News
Mit Tag(s) versehen: Google, Google Chrome, Internet