Zugegeben, ich als stylingbewusste Person sah mich gestern in einer größeren Verlegenheit: Zwar ist mir das legendäre US-Label „Abercrombie & Fitch“ durchaus geläufig, doch was genau die Kette so einzigartig machen soll, erschloss sich mir bis gestern nicht. Ein neugieriger Blick auf die Website begründet die Craze junger amerikanischer Teenager aber spielend: Die Klamotten sind ultra-hip, der Collegestyle ist genial und jede Faser sprüht scheinbar vor lockerem unbeschwerten Lifestyle. Garniert wird das Angebot von erstklassigen Preisen, was der Mehrzahl der Konsumenten ausgiebigere Einkäufe bei A&F in unerschwingliche Höhen treiben dürfte. 70$ für Polo-Shirts sind nichts für den schmalen Geldbeutel – die Portokosten ebenfalls nicht. Die Marke will zwar seit Jahren weltweit expandieren, doch über einen Flagship-Store in London nahe der Regent Street sind die Pläne bis heute nicht hinausgekommen. Ein paar Sachen werde ich mir wahrscheinlich zulegen, ansonsten wird die große Masse erst im Londoner Shop dieses Weihnachten leer geräumt. Immerhin ist Finanzkrise, da muss man Maß halten. Die Aktienwerte meiner Eltern dürften schließlich auch zusammengeschmolzen sein. Schlechte Voraussetzungen für A&F.
Über eine interessante, sehr seriöse Studie über das Konsumverhalten von Schwulen bin ich außerdem gestoßen. Neben allgemeinen Analysen werden gleich noch 5 Typen schwulen Konsumverhaltens aufgestellt. Äußerst geschmeichelt durfte ich feststellen, dass Typ 3 zumindest meiner persönlichen Einstellung sehr nahe kommt. Gut aussehen + Karriere + ein Quäntchen Bildung = Perfektion. Was will man mehr im Leben?
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