Starting All Over

Ja, mein letzter Eintrag gilt natürlich noch immer – und die Überschrift bezieht sich eher weniger auf diesen Blog als auf meine derzeitige Lebenslage.

Nach satten drei Monaten trägster, lethargischster und zermürbendster Freizeit, die sich lediglich dadurch auszeichnete, dass meine Kreditkarten im regelmäßigen Tagesabstand glühten und sich diverse Clubs und Lounges in der Innenstadt über feierlustige Berliner Karriereaspiranten freuen durften (schließlich habe ich meine letzte Abiprüfung bereits Ende Mai hinter mich gebracht), stehe ich zwei Tage vor dem Zivildienst an der Charité, bei dem ich immer noch nicht so richtig weiß, was ich da eigentlich die nächsten neun Monate machen soll. Wunderbarer Schachtelsatz, ich weiß. Find ich selber ganz toll.

Dito gab es genügend Freiraum zum Nachdenken. Genügend Denkanstöße generierten sich durch neue Einflüsse von außen sowieso en masse. Derweil plane ich mit P ein verlängertes Wochenende in der Vorweihnachtszeit auf der Insel, schließlich war ich seit geschlagenen zwei Jahren nicht mehr in London und – wie sagten meine Großeltern schon – Geld ist schließlich da, um verbraten zu werden. Während ich mir also in aller Ruhe die Dependancen von Mariott, Radisson Blu und Hilton in der britischen Hauptstadt anschaue, quält sich P durch tonnenweise Fachliteratur für seine sich anbahnende Diplom-Abschlussprüfung. Ich schaue auch etwas gequält, dieser Umstand ist allerdings auf die astronomischen Zimmerpreise zurückzuführen. Kann ich ein Radisson-Zimmer am Berliner Dom für läppische 110€ inkl. Frühstück buchen, schlagen in London mindestens 275€ zu Buche. Ich bin ja bei Hotels sonst nicht knauserig, aber 825€ für ein Wochenende in London können andere bezahlen, ich sicher nicht.

Während ich mich jetzt also leicht frustriert nach Holiday Inns umschaue, die generell ein sehr angenehmes Preis-Leistungsverhältnis bieten, bin ich immer noch etwas ratlos wegen dem Zivi – mehr als gepflegte Langeweile dürfte mich aber ohnehin nicht erwarten, so wurde mir es zumindest versichert. Das sollte doch zu schaffen sein, hoffentlich.

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