Besonders aufmerksame Leser werden gemerkt haben, das ich mich nicht nur von meinem Blog entfremdet habe – Nein, irgendwo in meinem jungen Hochleistungsleben, zwischen 50 Stunden-Wochen und dem abendlichen Starbucks mit Freunden, hätte ich beinahe meinen Freund verloren. Und das in der Tat wortwörtlich. Weilt er doch seit einigen Wochen nicht mehr in der Hauptstadt, sondern in der brandenburgischen Pampa – bleiben also nur die erholsamen ruhigen Wochenenden.
Bevor ich den Karren ganz gegen die Wand gefahren habe, hat dann doch noch das Bremssystem funktioniert. Einmal Rückwärtsgang, nochmal einparken. Whole Again, please.
Der wenig aufregende Schlüssel: Kommunikation. Über neun Monate ist es jetzt her, das der wunderbarste Mann in mein Leben getreten ist – und trotz der kurzen Zeit kann man zu sehr in der Routine erstarren. Überzeugt, nicht mehr viel investieren zu müssen, einen Selbstläufer zu haben. Man kann sich anderen Sachen zuwenden, so das Credo.
Mein Stichpunktzettel ist im ersten Quartal übervoll gewesen: Fahrschule, neue Wohnung, neue Praktika, neuer Nebenjob, neue Erfahrungen. 5 Tage die Woche, die um 6 Uhr begannen, und wo selten vor 19 Uhr selten die Entspannung winkte. Und um 21:30 Uhr wurde dann das Licht ausgeknipst.
Und damit schließt sich ein langer Bogen: Ja, ich habe es aus dem Plattenbau-Ghetto geschafft. Ja, es ist ein schicker Altbau. Ja, es ist eine Szene-Gegend. 50m², vollgestellt mit Pseudo-Designermöbeln, Einbauküche, PAX-Schrank.
Und dennoch meine Katharsis, die Erkenntnis der letzten Tage: Wohlstand allein macht auch nicht glücklich(er).